10 Strategien zur Stressbewältigung

10 Strategien zur Stressbewältigung

16.08.2023

Ratgeber: 10 Strategien zur Stressbewältigung

Bildquelle: Foto von SHVETS production Pexels

Vorübergehende Stressepisoden gehören zum Leben dazu. Manche Menschen stehen aber unter permanentem Stress und entwickeln eine innere Unruhe, die nicht mehr verschwindet. Durch gezielte Gegenmaßnahmen lässt sich der Leidensdruck oft lindern. Optimalerweise werden dafür verschiedene Strategien miteinander kombiniert. 10 davon stellen wir hier vor.

 

Wie entsteht Stress?

Stress soll das Überleben garantieren. Denn in Situationen der Überforderung und Überlastung tritt eine körperliche Stressreaktion ein. Infolgedessen werden verschiedene Stresshormone wie Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol freigesetzt. Diese lassen zum Beispiel den Blutdruck und den Blutzuckerspiegel steigen. Der Körper gerät also in eine Art Alarmzustand, der ihn leistungsfähiger werden lassen soll. Während die Menschen früher in solchen Situationen entweder die Flucht ergriffen oder gekämpft haben, ist diese Reaktion heute in vielen Fällen unangemessen.

Doch durch das Weglaufen oder das Kämpfen hat der Körper den Stress auch wieder abgebaut. Dem modernen Menschen fehlt dieses Ventil. Wenn er keinen Gegenpol schafft und andere Möglichkeiten zum Stressabbau findet, kann er schnell dauergestresst sein und schließlich sogar eine anhaltende innere Unruhe entwickeln. Die folgenden Strategien können dabei helfen, den Stress besser zu bewältigen. Viele davon lassen sich aber auch vorbeugend einsetzen.

 

1. Sport reduziert Stress

Bewegung senkt den Cortisolspiegel und verringert somit auch den Stress. Zugleich führt die sportliche Betätigung zur Ausschüttung von Glückshormonen. Nicht nur Kraftsport, Mannschaftssport oder schnelles Laufen können für Besserung bei innerer Unruhe sorgen. Auch wer viel und zügig zu Fuß geht, bringt seinen Körper in Schwung. Selbst in einen vollen Terminkalender lassen sich einfache Bewegungseinheiten gut integrieren, indem man zum Beispiel eine Station früher aus der Straßenbahn aussteigt oder in der Mittagspause einen Spaziergang macht.

 

2. Mit Yoga Stress abbauen

Yoga ist mehr als nur eine Trendsportart. Die alte indische Lehre orientiert sich unter anderem an einer gelungenen Balance an Spannung und Entspannung. Gepaart mit den Atem- und Meditationsübungen kommen so Körper und Geist zur Ruhe.

 

3. Pflanzliche Arzneien zur Beruhigung

Bei innerer Unruhe durch Stress können auch pflanzliche Wirkstoffe helfen. Der Passionsblume wird zum Beispiel eine entspannende Wirkung zugeschrieben. Sie kann in Tablettenform eingenommen werden und ist rezeptfrei erhältlich. Da mit innerer Unruhe oft weitere Symptome wie zum Beispiel Schlafstörungen einhergehen, können auch Baldrian oder Melisse sinnvoll sein.

 

4. Work-Life-Balance optimieren

Laut einer EU-Umfrage aus dem Jahr 2022 fühlen sich rund 46 % der Befragten am Arbeitsplatz überlastet. Um dem wirksam entgegenzuwirken, sollten Beschäftigte darauf achten, dass ihr Privatleben nicht zu kurz kommt. Die strikte Trennung von Beruflichem und Privatem verschwimmt vor allem im Homeoffice zunehmend, sollte aber so gut wie möglich realisiert werden. Nach Feierabend bleibt zum Beispiel das Diensthandy aus.

 

5. Ausreichend schlafen

Gestresste Menschen können abends nicht gut abschalten und schlafen deswegen viel zu wenig. Der Schlafmangel sorgt dann dafür, dass sie noch unruhiger und gestresster werden. Eine gute Schlafhygiene kann ein erster Schritt in die richtige Richtung sein. Damit sind abendliche Rituale gemeint, die dem Körper mitteilen, dass er jetzt entspannen darf.

 

6. Prioritäten identifizieren 

Wer auf allen Hochzeiten tanzt und nebenbei voll arbeiten geht, wird schnell an seine Grenzen kommen. Deswegen sollte die Freizeitgestaltung immer so geplant werden, dass sie sich auch bewältigen lässt. Wer nur von einem Termin zum nächsten hetzt, entspannt sich nicht, sondern stresst sich zusätzlich.

 

7. Einen langen Waldspaziergang machen

Die Geräusche der Natur und das Grün der Bäume haben einen beruhigenden Effekt auf Menschen. Ganz nebenbei trägt ein Aufenthalt im Freien dazu bei, jede Menge Sonnenlicht zu tanken und essenzielles Vitamin D zu bilden.

 

8. Achtsamkeit praktizieren

Moderne Menschen leben oft nicht mehr im Moment, sondern werden von zahlreichen Reizen abgelenkt. Die vielen Autos auf der Straße, der bunte Smartphone-Bildschirm, die Musik im Supermarkt und viele andere Dinge fordern tagtäglich ein großes Maß an Aufmerksamkeit ein. Deswegen kann es helfen, sich gelegentlich auf das Wesentliche zu konzentrieren und in ausgewählten Momenten alles andere auszublenden. Das kann zum Beispiel schon umgesetzt werden, indem der Kaffee am Nachmittag in aller Ruhe und ohne andere Ablenkung oder Unterhaltung zelebriert wird.

 

9. Sich selbst nicht so sehr unter Druck setzen

Manchmal ist es die eigene Erwartungshaltung, die für erhöhten Stress sorgt. Wer seine Ziele zu hoch steckt, kann nur scheitern und rennt ständig einem unerreichbaren Ideal hinterher. Das wiederholte Versagen beziehungsweise die Angst davor setzt Betroffene unnötig unter Stress. Wer ehrlich zu sich selbst ist und seine Ziele an seine Leistungsfähigkeit anpasst, darf auch mehr Erfolgserlebnisse genießen.

 

10. Medizinische Hilfe in Anspruch nehmen

Wenn all diese Strategien keinen Erfolg bringen und die innere Unruhe anhält, sollten sich Betroffene an ihren Hausarzt wenden. Dieser kann gegebenenfalls die passenden Medikamente verschreiben oder einen Kuraufenthalt empfehlen.

Quick Links 1

Quick Links 2

Quick Links 3