Krankengymnastik als Kur oder Physiotherapie in der Nähe des Wohnorts finden

Krankengymnastik als Kur oder Physiotherapie in der Nähe des Wohnorts finden

24.06.2019

Ratgeber: Krankengymnastik als Kur oder Physiotherapie in der Nähe des Wohnorts

Quelle: https://images.unsplash.com/photo-1514672013381

Wird vom Arzt eine medizinische Massage oder Osteopathie verordnet, haben Sie grundsätzlich die freie Wahl, wo Sie diese therapeutischen Maßnahmen durchführen lassen möchten. Im Fall der Notwendigkeit medizinischer Massagen wird es in manchen Fällen am besten sein, der Physiotherapeut besucht Sie in den eigenen Räumlichkeiten. Werden spezielle Geräte wie ein TENS-Gerät zur elektrischen Muskelstimulation benötigt, empfiehlt sich eine Physiotherapie-Praxis in der Nähe Ihres Wohnorts.

Können Sie die Räumlichkeiten aufgrund starker Schmerzen oder anderer Einschränkungen nicht eigenständig erreichen, können Sie bei Ihrer Krankenkasse einen Fahrdienst in Auftrag geben. Häufig führen Taxifahrer diese Dienstleistung durch, soll ein Rollstuhl oder eine andere, sperrige Gehhilfe transportiert werden, kann der Krankentransport auch im Großraumtaxi durchgeführt werden.

 

Was ist Physiotherapie beziehungsweise Krankengymnastik?

Je nach Diagnose des behandelnden Arztes kann zum Beispiel eine manuelle Therapie verschrieben werden. Dabei werden gewisse Bewegungsabläufe unter professioneller Aufsicht und bei Bedarf mit Unterstützung eingeübt, häufig kommt eine manuelle Therapie nach einer Verletzung, wie einer Sehnen-Ruptur, zum Einsatz. Der Behandlungszeitraum richtet sich nach der Art und Schwere der Erkrankung, es braucht in der Regel keine Kur gebucht werden.

Krankengymnastik und professionelle Massagen werden gerade im fortgeschrittenen Alter häufig ohne ein ersichtliches Ende der Therapie durchgeführt. Medizinische Massagen können bei Rückenleiden Abhilfe schaffen, bei denen die Nerven sonst mit starken Medikamenten oder Kortison haltigen Spritzen betäubt werden müssten. Soll ein Gesundheitszustand nach einer akuten Verletzung wiederhergestellt werden, kann dies durch eine Reha-Maßnahme geschehen.

 

Die therapeutische Kur: Eine Reha bringt rasche Fortschritte nach akuten Verletzungen

Haben Sie einen Unfall erlitten und können nun nicht mehr in gewohntem Umfang am täglichen Leben teilhaben, kann vom Arzt eine Reha verordnet werden. Während dieser intensiven Wochen, der körperlichen Rehabilitation erlernen Sie bestimmte Bewegungsabläufe neu, bauen Muskeln auf und trainieren Ihren Körper gezielt über mehrere Stunden am Tag.

Voraussetzung ist, dass es sich um Schädigungen handelt, die sich wieder beheben lassen. Also etwa das Laufen-Lernen nach einer Querschnittslähmung, welche durch einen Autounfall ausgelöst wurde. Das intensive Training in der Reha kann schmerzhaft und anstrengend sein, auf keinen Fall sollte die Reha mit einem Erholungs-Urlaub verwechselt werden.

 

Krankengymnastik in der Nähe finden

Sind Ihre Verletzungen nicht so stark, dass sie des intensiven Trainings und Aufbaus einer Reha im Rahmen einer Kur benötigen, können Sie auch in einer Physiotherapie-Praxis vor Ort schnell erstaunliche Fortschritte erzielen. Damit Sie sich in dem breit gefächerten Angebot zurechtfinden, gibt es hier eine Übersicht nach Bundesland sortiert.

Wer Krankengymnastik und Urlaub miteinander verbinden möchte, kann zum Beispiel seine Familie oder Freunde besuchen und sich dort physiotherapeutisch behandeln lassen: In Deutschland herrscht für alle Krankenversicherten freie Arztwahl, Sie sind in keinem Fall gezwungen eine bestimmte Klinik oder einen gewissen Therapeuten aufzusuchen.

 

Kostenübernahme durch die Krankenkasse

Von der Krankenkasse werden generell nur die Behandlungskosten für die vom Arzt verordnete Therapie übernommen. Möchten Sie sich in einer anderen Stadt behandeln lassen, können eventuelle Unterkunftskosten nicht von der Krankenkasse übernommen werden. Fragen Sie Ihren behandelnden Arzt außerdem nach den sogenannten IGeL-Leistungen.

Dabei handelt es sich um Leistungen, deren Finanzierung durch die Krankenkassen abgelehnt wird. Die Kosten für eine derartige Therapie müssen Sie also stets zu 100% selbst tragen und erhalten auch im Nachhinein, nach erfolgreicher Behandlung, keine Rückerstattung oder eine Übernahme von Teilbeträgen.

 

Was mitnehmen auf Kur? Was einpacken für die Reha?

Erstellen Sie sich am besten eine eigene Checkliste, die Sie systematisch abarbeiten und abhaken. Auf jeden Fall benötigen Sie Ihre Versichertenkarte, einen Personalausweis und für die Kur relevante, medizinische Vorbefunde und Diagnosen. Die Bekleidung richtet sich nach der Art der Reha, die verschrieben worden ist.

Gegebenenfalls benötigen Sie bequeme Sportkleidung, Schwimmsachen und eigene Handtücher. Verlassen Sie sich nicht darauf, dass Ihnen vor Ort ausreichend Handtücher zur Verfügung gestellt werden. Sie gehen auf keine Modenschau: Packen Sie möglichst bequeme Alltagskleidung ein, in der Sie sich wohl fühlen. Die roten Pumps und das Abendkleid dürfen gerne zu Hause bleiben.

Mit einer Rolle Müllbeutel sind Sie auf der Kur gut ausgestattet: So transportieren Sie Ihre Sportschuhe, feuchte Handtücher oder Badekleidung, ohne Ihre übrige Wäsche zu verunreinigen. Bleiben Sie über mehrere Wochen, erfragen Sie in der Klinik, ob Waschmaschine und Trockner für Sie zur Benutzung verfügbar sind. Packen Sie in diesem Fall entsprechend weniger Kleidung ein, so entlasten Ihren Rücken während der An- und Abreise zur Reha.

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