Powerfood für die Gelenke - Worauf Arthrosepatienten bei der Ernährung achten sollten

Powerfood für die Gelenke - Worauf Arthrosepatienten bei der Ernährung achten sollten

19.06.2015

Ratgeber: Powerfood für die Gelenke -  Ernährungstipps für Arthrosepatienten

Fetter Kaltwasserfisch wie Lachs kann entzündungshemmende Eicosapentaensäure (EPA) liefern. Foto: djd/Sanofi/thx

Gelenkverschleiß trifft früher oder später fast jeden. Die Ursachen können neben fortschreitendem Alter auch Fehlstellungen, Verletzungen, ungünstige Belastungen, Veranlagung sowie eine falsche Ernährung sein. Zur ganzheitlichen Behandlung wird meist an verschiedenen Punkten angesetzt: mit einer sinnvollen Schmerztherapie, moderater Bewegung und einer angepassten Kost.

Weniger Fleisch, mehr Fisch

Bei der "gelenkbewussten" Ernährung geht es vor allem darum, Entzündungen zu mindern und den Knorpel zu erhalten. So sind fette Kaltwasserfische reich an entzündungshemmender Eicosapentaensäure (EPA), während Archidonsäure aus Schweineschmalz, Eiern, Geflügel und Co. Entzündungen fördern kann.

Daher sollten Arthrosepatienten ihren Fleischkonsum auf ein- bis zweimal wöchentlich beschränken und stattdessen wenigstens zweimal pro Woche Lachs, Hering oder Makrele auf den Tisch bringen. Darüber hinaus versorgen Gemüse, Salat, Getreide, Weizenkeime, Nüsse, fettarme Milchprodukte und wertvolle Pflanzenöle die Gelenke mit weiteren wichtigen Nährstoffen wie Vitaminen und Spurenelementen.

Auch der Knorpelbaustein Glucosamin ist echtes Powerfood - er kommt etwa in Gelatine vor oder kann als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden. Das Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de hält unter www.rgz24.de/ernaehrung ausführliche Ernährungstipps und Rezepte für Arthrose-Geplagte bereit.

Bewegung transportiert Nährstoffe

Damit die gezielte Nährstoffzufuhr genutzt werden kann, ist Bewegung unerlässlich. Sie sorgt dafür, dass die Nährstoffe aus der Gelenkflüssigkeit in den Knorpel eingearbeitet werden. Geeignete Sportarten sind Walken, Radfahren oder Gymnastik. Voraussetzung für regelmäßige Bewegung ist jedoch Schmerzfreiheit.

Hier kann der Arzt geeignete Mittel verschreiben oder Injektionen ins betroffene Gelenk mit speziell vernetzter Hyaluronsäure wie Synvisc. Diese können die nachlassende Pufferung und Schmierung wiederherstellen und Schmerzen langfristig lindern. Dann macht Bewegung wieder Freude. Positiver Nebeneffekt: Überflüssige Pfunde werden abgebaut.

Die Behandlung mit den geeigneten Medikamenten, gelenkschonende Bewegung und gesunde Kost können bei Arthrose langfristig Linderung verschaffen.

Aber auch kleine Maßnahmen im Alltag helfen bereits:

- Flache bis halbhohe Schuhe bevorzugen.
- Treppen rückwärts hinuntergehen.
- Aufstehen mit den Händen unterstützen.
- Gewicht beim Tragen gleichmäßig verteilen.
- Haus- und Gartenarbeiten im Knien möglichst vermeiden.
- Arbeitsgeräte mit ergonomischen Griffen verwenden.
- Bandagen zur Gelenkentlastung tragen.

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