Zuviel des Guten: Kopfschmerzen durch Medikamentenübergebrauch

Zuviel des Guten: Kopfschmerzen durch Medikamentenübergebrauch

04.07.2014

Ratgeber: Zuviel des Guten: Kopfschmerzen durch Medikamentenübergebrauch

Copyright: © Kopf frei fürs Leben - chronischemigraene.de

Wenn das Schmerzmittel selbst Kopfschmerzen verursacht

Wer häufig starke Kopfschmerzen oder Migräne hat, weiß, wie sehr der Alltag dadurch erschwert werden kann. Um schnell zur vollen Leistungsfähigkeit zurückzufinden, können Schmerzmittel wie Ibuprofen, Acetylsalicylsäure (ASS), Paracetamol oder Triptane zur Akutbehandlung ein wahrer Segen sein. Was viele jedoch nicht wissen: Zu häufig eingenommene Akutschmerzmittel erhöhen auf Dauer die Schmerzempfindlichkeit. Der Grund ist, dass das Gehirn wegen der ständigen Schmerzdämpfung sein Schmerzabwehrsystem herunter regulieren kann. Gelangen in der Folge auch die schwächsten Schmerzinformationen direkt ins Bewusstsein, entsteht eine Art „Dauerdröhnen“ im Kopf. Experten sprechen dann vom sogenannten Medikamentenübergebrauchskopfschmerz. Diese Gefahr droht bei einer Einnahme von Akutschmerzmitteln an monatlich mehr als zehn Tagen über einen Zeitraum von mehr als drei Monaten.

Diagnose: Medikamentenübergebrauchskopfschmerz (MÜK)

Besteht ein Verdacht auf MÜK, kann der Arzt eine Medikamentenpause empfehlen. Dabei wird die Medikamentenzufuhr unter ärztlicher Überwachung über einen festgesetzten Zeitraum pausiert. Verringert diese Pause die Anzahl oder Dauer der Kopfschmerzattacken, waren die Medikamente zumindest „mitverantwortlich“. Bei Bedarf kann der Arzt im weiteren Verlauf der Behandlung gemeinsam mit dem Patienten einen umfassenden Therapieplan erstellen, der vorbeugende Maßnahmen enthält. Ziel dieser Prophylaxe ist, häufige Kopfschmerzen bzw. Migräne soweit zu verringern, dass zukünftig deutlich weniger Akutschmerzmittel benötigt werden.

Erfolgreich gegen häufige Kopfschmerzen und Chronische Migräne vorgehen

Mittlerweile stehen gegen häufige Kopfschmerzen und Chronische Migräne eine ganze Reihe unterschiedlicher Prophylaxe-Medikamente mit verschiedenen Wirkweisen und Nebenwirkungsprofilen zur Verfügung. Begleitende nicht-medikamentöse Maßnahmen wie moderater Ausdauersport und Techniken zum Stressabbau können helfen, die Beschwerden dauerhaft zu reduzieren. Ideale Ansprechpartner für Betroffene sind Neurologen und Schmerztherapeuten mit Erfahrungen im Bereich Kopfschmerztherapie. Die Arztsuche unter www.chronischemigraene.de unterstützt Menschen mit häufigen Kopfschmerzen und Migräne einen passenden Ansprechpartner zu finden.

 

Über Chronische Migräne

Chronische Migräne bedeutet, an 15 oder mehr Tagen im Monat unter Kopfschmerzen zu leiden, davon mindestens acht Tage mit Migräne. Viele Betroffene sind deshalb in ihrem Alltag, Sozial- und Berufsleben sowie in ihrer Lebensqualität stark eingeschränkt.

Über die Initiative

Kopf frei fürs Leben ist eine Initiative von Pharm-Allergan für Menschen mit Chronischer Migräne. Sie möchte Betroffenen helfen, neue Wege für den Umgang mit dieser schweren Kopfschmerzerkrankung zu erschließen. Die Initiative unterstützt Betroffene, aber auch Angehörige und Ärzte durch Informationen und Hilfestellungen rund um das Krankheitsbild und die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten.

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