Von Vitamin A bis Zink - Was man zum Thema Nahrungsergänzungsmittel wissen sollte

Von Vitamin A bis Zink - Was man zum Thema Nahrungsergänzungsmittel wissen sollte

07.12.2015

Aktuelles: Von Vitamin A bis Zink - Thema Nahrungsergänzungsmittel

Professor Dr. Andreas Hahn, Ernährungs- und Lebensmittelexperte an der Leibniz Universität Hannover. Foto: djd/BLL

Ob Vitamin A, C oder D, ob Eisen, Zink oder Magnesium - viele Bundesbürger greifen zu Vitaminen und Mineralstoffen aus der Packung. Gerade in der kalten Jahreszeit wächst das Bedürfnis, dem Körper etwas Gutes zu tun. Doch was können Nahrungsergänzungsmittel und worauf muss man achten?

Lebensmittel, keine Arzneimittel

Nahrungsergänzungsmittel sind Lebensmittel, keine Arzneimittel. "Das heißt, sie liefern zusätzlich zur normalen Ernährung bestimmte Stoffe und können dadurch die Versorgung mit diesen Substanzen verbessern", erläutert Professor Dr. Andreas Hahn, Ernährungs- und Lebensmittelexperte an der Leibniz Universität Hannover.

"Sie sind allerdings kein Ersatz für eine ausgewogene und vielseitige Ernährung und sie dienen schon gar nicht dazu, Krankheiten zu behandeln." Normalerweise reicht die tägliche Ernährung aus, um uns mit allem Wichtigen zu versorgen. Aber eben nicht immer und mit allen Stoffen.

So ist insbesondere bei Vitamin D und Folat (Folsäure) die Versorgung oft kritisch. Auch manche Lebenssituationen wie etwa Schwangerschaft oder Stillzeit können einen erhöhten Bedarf bedingen.

Verantwortungsvoller Umgang

Damit man nicht zu viel des Guten tut, sollte man die Informationen auf der Verpackung beachten und bei Verwendung mehrerer Produkte Inhaltsstoffe und Dosierungen aufeinander abstimmen. Kritiker befürchten, dass viele Nutzer das nicht tun und deshalb das Risiko von Überdosierungen hoch ist. "Interessanterweise zeigen unsere aktuellen Studienergebnisse zu diesem Thema aber, dass die Verbraucher sorgfältiger mit Nahrungsergänzungsmitteln umgehen, als wir das selbst erwartet hätten", so Prof. Hahn.

"Sie wissen um mögliche Risiken durch eine zu hohe Zufuhr, und 94 Prozent der Befragten nehmen tatsächlich auch nur die auf der Verpackung angegebene Menge." Wer gesund sei, Mittel sicherer Herkunft verwende und die Angaben der Hersteller befolge, müsse sich keine Sorgen machen, wenn er seine Ernährung etwa mit Vitaminen und Mineralstoffen ergänzen wolle. Im Zweifel solle man sich fachkundig beraten lassen. Mehr Informationen zum Thema unter www.bll.de.

Auf die Herkunft achten

Wer bei Nahrungsergänzungsmitteln sicher gehen will, sollte beim Kauf genau hinsehen. Ernährungsexperte Prof. Dr. Andreas Hahn von der Leibniz Universität Hannover rät zu Produkten, die von deutschen Unternehmen angeboten werden. "Das Problem sind Präparate, wie sie beispielsweise aus Holland stammen. Hier finden sich immer wieder deutlich überhöhte Dosierungen und damit einhergehende Risiken." Solche Mittel würden häufig im Internet angeboten. Mehr Informationen zu diesem speziellen Thema gibt es auch unter www.bll.de.

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