Endlich aufhören! So klappt es am besten mit der Rauchentwöhnung

Endlich aufhören! So klappt es am besten mit der Rauchentwöhnung

13.11.2014

Ratgeber: Endlich aufhören! So klappt es am besten mit der Rauchentwöhnung

Fast jeder Raucher möchte irgendwann einmal mit dem Qualmen aufhören. Foto: djd/Ergo Direkt Versicherungen/thx

Fast jeder Raucher möchte irgendwann einmal mit dem Qualmen aufhören. Die "Schlusspunkt-Methode" - also von einem Tag auf den andern die Glimmstängel wegzuwerfen - funktioniert häufig nicht, allzu groß sind die Versuchungen. Plötzlich fehlt die Zigarette nach dem Essen, im Stressfall die gewohnte Rauchpause, und irgendwie hat man ständig das Gefühl, anderen Menschen beim Rauchen zuzusehen.

Verhaltenstherapie bietet gute Chancen

Gute Chancen für eine Dauerabstinenz vom Rauchen bestehen nach Ansicht von Dr. Thomas Hering, Facharzt für Lungen- und Bronchialheilkunde aus Berlin, vor allem dann, wenn man durch Verhaltenstherapie lernt, mit den Rauchanreizen und Rückfallimpulsen fertig zu werden: "Das funktioniert unter dem begleitenden medikamentösen Schutz mit Nikotinersatz oder anderen Medikamenten deutlich leichter." Verhaltenstherapie, so Dr. Hering, würde am erfolgreichsten in Gruppenkursen mit sechs bis zwölf Teilnehmern in drei bis fünf Kursterminen durchgeführt. "Entscheidend ist das 'Umlernen' vom Raucher zum Nichtraucher", betont Dr. Hering. Auch Hypnose könne im Übrigen bei der Tabakentwöhnung gut helfen. Der Erfolg sei davon abhängig, dass sie von einem erfahrenen Hypnotherapeuten durchgeführt werde.

Wer den Zigarettenentzug lindern will, setzt häufig auf Medikamente. Diese haben zwar häufig Nebenwirkungen, diese sollten aber in Kauf genommen werden, meint Professor Dr. med. Stefan Andreas, Chefarzt und Ärztlicher Leiter der Lungenfachklinik Immenhausen: "Der Schaden durch das Rauchen ist um ein Vielfaches höher als die je nach Substanz selten auftretenden, geringen Nebenwirkungen." Eine klare Absage erteilt Professor Andreas auch denjenigen, die ihr Übergewicht senken wollen, indem sie hin und wieder zur Zigarette greifen: "Das sollte man auf keinen Fall tun, denn Rauchen erhöht das Risiko beispielsweise für Herzerkrankungen und viele andere Erkrankungen wie Diabetes."

Hilft die E-Zigarette bei der Rauchentwöhnung?

Seit einiger Zeit ist die elektrische Zigarette (E-Zigarette) im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde und ebenso wie Wasserpfeifen (Shishas) vor allem bei Jugendlichen beliebt. Aber auch zur Rauchentwöhnung werden E-Zigaretten gerne eingesetzt. "In der E-Zigarette wird eine Lösung, die Nikotin und gegebenenfalls Geschmacksstoffe enthält, nicht verbrannt, sondern verdampft. Der Konsument inhaliert den Dampf und erhält das von ihm gewünschte Nikotin", erklärt Dr. Thomas Hering. Die Beimengung an gefährlichen Giftstoffen und krebserzeugenden Stoffen sei weitaus geringer als bei der Tabakzigarette. In der zusammenfassenden Bewertung der Wirkung auf die Atmungsorgane schneide die E-Zigarette deshalb günstiger ab. Grundsätzlich, so Dr. Hering, sollte aber das Ziel eines kompletten Rauchstopps und des kompletten Nikotinverzichts die vorrangige Behandlungsstrategie sein. "Aktuell empfiehlt die WHO die E-Zigarette nicht, da sie gesundheitsgefährdend sein könne", ergänzt Professor Andreas.

Nichtraucher sparen bei Versicherungen

Das Aufhören kann nicht nur gesundheitliche, sondern auch mehrere finanzielle Vorteile haben. Erstens gibt man kein Geld mehr für die Glimmstängel aus, zweitens kann man bei einigen Versicherungen sparen. "Bei Risikolebensversicherungen mit Gesundheitsfragen etwa erhält man als Nichtraucher einen deutlich günstigeren Beitrag", erläutert Verena Meyer von den Ergo Direkt Versicherungen. Denn als Nichtraucher sei das Todesfallrisiko weitaus geringer als bei Rauchern. Im Normalfall, so Meyer, gelte man als Nichtraucher, wenn man in den vergangenen zwölf Monaten keinen Tabak konsumiert habe. Dann könne man einen Wechsel in einen Nichtrauchertarif verlangen. "Im Gegenzug muss man es der Versicherung sofort melden, wenn man wieder mit dem Rauchen angefangen hat, auch wenn es nur um wenige Zigaretten am Tag geht."

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