Alternative zur Hormontherapie - Neue Studie: Spezialextrakt aus Sibirischem Rhabarber ist wirksam und sicher

Alternative zur Hormontherapie - Neue Studie: Spezialextrakt aus Sibirischem Rhabarber ist wirksam und sicher

19.05.2016

Ratgeber: Alternative zur Hormontherapie - Neue Studie

Mit pflanzlichen Arzneimitteln können die Symptome der Wechseljahre gemildert werden. Foto: djd/femiloges/123 RF/Cathy Yeulet

Hitzewallungen und Schweißausbrüche, Schlafstörungen, depressive Verstimmungen und Ängstlichkeit - die sogenannten klimakterischen Beschwerden sind vielen Frauen nur allzu bekannt. Wer stärker darunter leidet, erlebt eine Einschränkung der Lebensqualität, manchmal sogar bis hin zur Arbeitsunfähigkeit. Oft wird den Frauen von Gynäkologen als einzige Therapiemöglichkeit die Hormontherapie empfohlen.

"Die größten Bedenken bestehen bei einer längeren Anwendung solcher Produkte im erhöhten Brustkrebsrisiko", erklärt Prof. Dr. Marietta Kaszkin-Bettag, Biologin und Pharmakologin aus Mannheim. Große Studien bestätigen dieses Risiko, zeigen aber auch andere Nebenwirkungen wie etwa ein erhöhtes Thromboserisiko oder eine deutliche Gewichtszunahme. Dieser Umstand führt dazu, dass immer mehr Frauen eine Hormontherapie ablehnen.

Pflanzliche Arzneimittel als Alternative

Als Alternativbehandlung rücken pflanzliche Arzneimittel deshalb immer mehr in den Vordergrund. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen: Ein Spezialextrakt aus der Sibirischen Rhabarberwurzel, etwa enthalten in femiloges (Apotheke), lindert typische Wechseljahressymptome effektiv und sicher. Selbst bei einer Langzeitanwendung sind keine Schleimhautveränderungen in der Gebärmutter, keine Brustbeschwerden und auch keine Auswirkungen auf den Blutdruck zu erwarten.

In einer aktuellen Studie wurde die Sicherheit des Extraktes an isolierten Brustkrebszellen untersucht. Das Ergebnis: Weder östrogenabhängige, noch -unabhängige Zellen werden im Wachstum angeregt. "Der Sibirische Rhabarber eignet sich somit im Grunde für alle Frauen, die unter wechseljahresbedingten Beschwerden wie Hitzewallungen, Schweißausbrüchen, Schlafstörungen und depressiven Verstimmungen leiden", betont Dr. Kaszkin-Bettag.

Beschwerden werden meist nach drei bis vier Wochen gemildert

Die hohe Sicherheit des Spezialextrakts schmälert die Wirksamkeit nicht. "Gerade die besonders lästigen Hitzewallungen lindert er so effektiv wie eine niedrig dosierte Hormontherapie - allerdings ohne deren unerwünschte Nebenwirkungen", erläutert die Mannheimer Pharmakologin. Die Patientinnen müssen auch keine Angst vor Nebenwirkungen wie Gewichtszunahme, Spannungsgefühl in der Brust oder Zwischenblutungen haben.

Bei Einnahme von nur einer Tablette täglich werden die Beschwerden in der Regel innerhalb von drei bis vier Wochen deutlich gemindert, in Einzelfällen tritt die Wirkung bereits in den beiden ersten Wochen ein.

Veränderungen in den Wechseljahren

Klimakterische Beschwerden treten durch hormonelle Veränderungen bereits in der sogenannten Prämenopause auf, welche durch einen unregelmäßigen Zyklus oder Zwischenblutungen gekennzeichnet ist. Diese Frauen haben aber noch körpereigene Östrogene, sodass eine zusätzliche Hormongabe nicht empfohlen wird, da damit das Brustkrebsrisiko erhöht sein kann.

"Die einzigen Alternativen, die je nach Art und Stärke der Symptomatik für diese Frauen empfohlen werden, da sie klinisch gut untersucht sind, sind die als Arzneimittel zugelassenen pflanzlichen Präparate wie der Extrakt aus der Rhapontikrhabarberwurzel in 'femiloges' ", erklärt Prof. Dr. Marietta Kaszkin-Bettag, Biologin und Pharmakologin aus Mannheim.

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