Patientenschicksal - Ich war 19 Jahre in meinem Körper gefangen

Patientenschicksal - Ich war 19 Jahre in meinem Körper gefangen

17.09.2015

Nach einer Nieren-Operation litt Anette F. aus der Nähe von Chemnitz über Jahrzehnte unter unerklärlichen chronischen Schmerzen. Erst die innovative Spinalgangliontherapie mit dem Axium™-Neurostimulator ermöglicht der 50-Jährigen nun, das Leben wieder zu genießen.

 

„Es fühlte sich an, als ob mein ganzer Körper voller Glasscherben wäre, ein ständiges Ziehen und Stechen“, beschreibt Anette F. ihre Beschwerden. Im März 1996 musste die damals 31-Jährige aufgrund einer Senkniere operiert werden. Unmittelbar danach begannen Schmerzen, die auch nach Wochen nicht vergingen. Anette F. konnte sich kaum bewegen, weder sitzen noch liegen. Die Schmerzen wurden als normale Wundheilungsschmerzen eingestuft. „Das konnte ich nicht glauben. Ich war nie zart besaitet, sondern hart im Nehmen, doch diese Schmerzen waren kaum auszuhalten“, erinnert sich Anette F. Bis März 1997 folgten zwei weitere Operationen, ohne Erfolg – die Schmerzen blieben.

Schmerzgelähmt

Trotz der weiterhin bestehenden Schmerzen versuchte Anette F. ihre Arbeit als Pflegerin im Altenheim wieder aufzunehmen – vergeblich. „Ich habe meinen Job immer gerne gemacht, war kommunikativ und aktiv, doch die Arbeit war körperlich einfach nicht zu bewältigen. Ich konnte ja nicht einmal mehr meinen eigenen Haushalt in einem Rutsch erledigen, dabei war ich vorher ständig in Bewegung, habe Handball gespielt, bin geritten und gerne Fahrrad gefahren“, erklärt die 50-Jährige. „Hilfe suchte ich an vielen Stellen, doch wurde mir oft das Gefühl gegeben, dass Ärzte und Therapeuten mir nicht glaubten“, erinnert sich Anette F. traurig.

Jahrelang auf der Suche

Anette F. suchte jahrelang Hilfe bei Orthopäden, Physiotherapeuten, Urologen, Frauenärzten und vielen mehr, sie versuchte auch auf naturheilkundlicher Basis Linderung zu erhalten. „Sogar beim Psychologen war ich, da ich anfing daran zu glauben, ich könnte mir alles nur einbilden“, beschreibt Anette F. ihre Ausweglosigkeit. So vergingen ganze 15 Jahre, in denen Anette F. zwar (ab dem Jahr 1999) wieder arbeitete, doch auf viele andere Dinge verzichtete.

„Die Arbeit war für mich so anstrengend und schmerzhaft, dass ich in meiner Freizeit kaum etwas unternahm. Nur die Spaziergänge mit meinem Golden Retriever ‚Lisa‘ schufen ein wenig Entspannung. Auch war mein Mann die ganze Zeit an meiner Seite und gab mir Kraft.“

Der Weg zurück in ein aktives Leben

Neue Hoffnung schöpfte Anette Ende 2014, als sie beim Arztbesuch von einer neuen Therapieform erfuhr, bei der ein bestimmter Nervenknoten in der Wirbelsäule stimuliert wird. „Mir wurde erklärt, dass diese Nervenknoten wie Ampeln wirken und bei „Rot“ keine Schmerzen weitergeleitet werden. Das fand ich sehr interessant“, erzählt Anette F.

 

In der Paracelsus-Klinik in Schöneck bei Chemnitz arbeitet Dr. Peter Hügler, Facharzt für Anästhesie und Leiter des Zentrums für Neuromodulation, bereits mit dieser innovativen Methode: „Im Rahmen der Spinalgangliontherapie setzen wir mit dem AxiumTM-Neurostimulator an dem Spinalganglion an, das die Schmerzleitung aus dem betroffenen Schmerzgebiet verändern kann, und können so nicht nur nervenbedingte Schmerzen jeden Ursprungs effektiver therapieren, sondern dies auch an Stellen ermöglichen, die mit der Rückenmarkstimulation schwer oder gar nicht zu erreichen waren, wie beispielsweise im Fuß, in der Hand oder wie bei Frau F. im Becken.“ Im ersten Beratungsgespräch stellte Dr. Hügler bei Anette F. zielgerichtet ein neuropathisches Schmerzsyndrom mit kompensatorischer Bewegungseinschränkung fest.

„Da im Becken Muskel-, Bänder- und Nervenapparat sehr komplex zusammenhängen, entschlossen wir uns, mit der Spinalgangliontherapie zu arbeiten und so die schwer zu erreichenden Nerven direkt anzusprechen“, verdeutlicht der Facharzt und ergänzt: „Wir haben eine Testphase mit Frau F. durchgeführt, um sicherzugehen, dass der Axium-Stimulator infrage kommt.“

Hierfür reichte ein kleiner Eingriff, in dem die Elektroden an den Nervenknoten implantiert wurden. Das Gerät selbst trug die Patientin in den zwei Wochen in einer kleinen Tasche. „Ich war begeistert. Nach fast 20 Jahren wich der Schmerz zum ersten Mal so weit zurück, dass ich mich wieder freier bewegen konnte“, sagt Anette F.

Alte Hobbys mit neuer Bewegungsfreude

Anette F. entschied sich für die Spinalgangliontherapie und so folgte nach der Testphase die eigentliche Implantation in einer rund einstündigen Operation. „Wir nehmen den Eingriff zur Implantation des Axium-Neurostimulators unter örtlicher Betäubung vor, damit die Patienten uns ein direktes Feedback geben können, wann der Schmerz dem angenehmen Kribbeln weicht“, erläutert Dr. Hügler.

Im Anschluss blieb Anette F. noch 2 Tage zur Beobachtung. Bereits nach einer Woche konnte sie wieder ihre Arbeit aufnehmen und genießt seitdem viele Dinge, die für schmerzfreie Menschen kaum der Rede wert sind. „Jahre meines Lebens war ich in meinem Körper wie gefangen und nun kann ich endlich wieder durchschlafen oder mich einfach mal hinsetzen, ohne Schmerzen, und entspannt ein Glas Wein genießen. Auch Fahrrad fahre ich wieder, gehe viel schwimmen und demnächst möchte ich noch einmal mein altes Hobby – das Reiten – ausprobieren“, freut sich Anette F.

 

Über St. Jude Medical

St. Jude Medical ist ein weltweit tätiger Hersteller von medizinischen Geräten, der es sich zum Ziel gesetzt hat, bei der Behandlung einiger der teuersten Volkskrankheiten der Welt neue Wege zu gehen. Dazu entwickelt das Unternehmen kosteneffiziente medizinische Technologien, die für Patienten in aller Welt lebensrettend sind und die Lebensqualität verbessern. Von seinem Hauptsitz in St. Paul, Minn. (USA) aus agiert St. Jude Medical in vier zentralen klinischen Bereichen: die Behandlung von Herzrhythmusstörungen, Vorhofflimmern und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Neuromodulation.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.info-chronische-schmerzen.de.

 

Hinweis:

Diese Patientengeschichte spiegelt das Einzelschicksal eines Patienten wider. Die Therapieergebnisse können in den einzelnen Fällen variieren und sind nicht übertragbar.

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