Erweiterte Venen schonend behandeln - Medizinischer Klebstoff entfernt Krampfadern ohne Anästhesie

Erweiterte Venen schonend behandeln - Medizinischer Klebstoff entfernt Krampfadern ohne Anästhesie

22.09.2015

Aktuelles: Erweiterte Venen schonend behandeln

Bildquelle: Prof. (MD) Dr. Dr. med. Stefan Hillejan

Krampfadern gelten in Deutschland als Volkskrankheit. Häufig entstehen sie durch eine Erweiterung der sogenannten Stammvenen an den Beinen. Diese treten dann nicht nur unschön hervor, sondern verlieren zudem ihre wichtige Funktion als Transportbahn des venösen Blutes zum Herzen zurück. Durch den damit verbundenen Rückstau des Blutes in den Beinen entstehen oft gesundheitliche Probleme wie etwa Thrombosen und ein offenes Bein.

„Ein neuartiges, besonders schonendes Behandlungsverfahren für diese Erkrankung ist das sogenannte VenaSeal™-System. Dabei kehren Patienten nach einer circa 20-minütigen ambulanten Behandlung ohne Narkose geheilt wieder in ihren gewohnten Tagesablauf zurück“, weiß Prof. (Univ. Chisinau) Dr. Dr. Stefan Hillejan, Phlebologe und Proktologe von der Praxisklinik für Venen- und Enddarmerkrankungen in Hannover und Vorsitzender des Berufsverbands Qualifizierter Medizinischer Sachverständiger Deutschlands.

Kontrolliert verschlossen

Mit dem erst im Februar 2015 durch die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA zertifizierten Verfahren lassen sich Krampfadern, sogenannte Varizen, effektiv verschließen. Im Gegensatz zu thermischen Methoden, in denen Hitze für die gewünschte Wirkung sorgt, arbeiten Spezialisten dabei mit einem speziell entwickelten, für den Körper vollkommen sicheren Gewebeklebstoff.

Dieser findet bereits seit mehreren Jahren bei der Verklebung kleiner Arterien im Gehirn Anwendung. Zur Krampfaderbehandlung führt der Arzt unter Ultraschallkontrolle durch einen kleinen Einstich eine dünne Sonde in die erweiterte Vene ein. „Dabei wird ein spezieller, neuartiger Klebstoff in das Gefäß gespritzt“, erklärt Prof. Hillejan das Verfahren.

Hitzefrei umgeleitet

Im Gegensatz zu anderen Methoden der Krampfaderentfernung erfordert VenaSeal™ weder Narkose, noch eine Anästhesie. Diese besonders schonende Behandlungsform ermöglicht es den Patienten so, direkt im Anschluss wieder ihren gewohnten Tätigkeiten nachzugehen. Während die Experten bei herkömmlichen Verfahren das Tragen von Kompressionsstrümpfen zur Unterstützung nach einem Eingriff empfehlen, wirkt die sanfte Klebemethode ohne nachfolgende Kompression oder Medikamente.

„Außerdem vermeiden wir Komplikationen wie Hautverbrennungen oder Nervenschädigungen gänzlich, da bei dieser Behandlung weder ein Schnitt, noch Hitze zum Einsatz kommen“, betont Prof. Hillejan abschließend. Nach dem Verschluss der erkrankten Vene wird diese vom Körper innerhalb weniger Wochen vollständig abgebaut. Der Organismus leitet den Blutfluss unmittelbar auf umliegende gesunde Gefäße um.

Mehr Informationen auch unter www.praxisklinik.com.

 

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